Open Government Pakt & Preisverleihung beim Open.NRW Kongress

Unterzeichnung des Open.Government-Pakt

Am 04. November 2016 wurden während des Open.NRW-Kongresses die Gewinner des 2. #NRWHackathons geehrt und der Open Government Pakt unterschrieben.

Im Rahmen der Open.NRW-Strategie hat sich die Regierung des Landes NRW für mehr Zusammenarbeit, Transparenz und Beteiligung ausgesprochen. Die konkrete Ausgestaltung einer transparenten Zusammenarbeit zwischen Ländern und Kommunen soll zukünftig durch die im Open Government Pakt für NRW vorgegebenen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden. Diese Rahmenbedingungen sind nicht zwingend, sondern als selbstverpflichtend für die gesamte Landesregierung anzusehen. Der Pakt regelt insbesondere die folgenden Bereiche:

  • Zusammenarbeit: Lebendiges Open Government-Expertennetzwerk
  • Transparenz: Offene Verwaltungsdaten 
  • Beteiligung: Unterstützung und Erleichterung von Beteiligungsverfahren
  • Organisation und Koordination
  • Technische Ausrichtung
  • Rahmenbedingungen zur gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit
  • Gültigkeit und Evaluation der Rahmenvereinbarung

Hierdurch soll die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen aber auch Entwicklern optimiert und intensiviert werden.

Preisverleihung für die Gewinner des 2. #NRWHackathons

Gewinner des 2. #NRWHackathons mit Chatbot "Kumpel Krefeld"

Auf dem Kongress wurden zudem die Erst-, Zweit-, und Drittplatzierten des 2. #NRWHackathons geehrt. 

So erhielten auch Michael Tjupalow und Theo Steinhardt, die mit ihrem Kumpel Krefeld den ersten Platz belegten, eine Auszeichnung. Durch die Auszeichnung der Entwickler rückten Chatbots als Behördenhelfer neben Themen wie Offene Daten, Bürgerbeteiligung und Vernetzung von Ländern und Kommunen in den Fokus der Veranstaltung.

Open Government Pakt ebnet den Weg für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des GovBot

Für die Weiterentwicklung unseres Chatbots spielt die Unterzeichnung des Open Government Paktes eine wichtige Rolle. Der gesamte Bot ist Open-Source angelegt und bedient sich aus offenen Daten, welche durch verschiedene Verwaltungen zur Verfügung gestellt werden. In Bezug auf das machine learning ist eine einheitliche Datenquelle die Basis aller Optimierungen und Weiterentwicklungen des GovBot, denn: je umfangreicher die Datenbasis, umso mehr Anwendungsfälle unseres Chatbots sind zukünftig denkbar.

Ein gutes Team: GovBot und Open.NRW-Strategie

Aufgrund des demographischen Wandels werden in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Arbeitskräften in Behörden wegfallen und können - mangels neuer Fachkräfte - nicht ersetzt werden. Der GovBot kann hier eine Entlastung darstellen und Tätigkeiten übernehmen, die andernfalls ein hohes Maß an Arbeitskraft binden würden. Die dadurch freiwerdenden personellen Kapazitäten ließen sich anderenorts für komplexere Tätigkeiten einsetzen. 

Dem zunehmenden Erfordernis der Mehrsprachigkeit von Kommunikation zwischen Bürgen und Ämtern kann durch den GovBot ebenfalls Rechnung getragen werden. Städte und Kommunen sind bei alltäglichen Belangen (wie lauten die Öffnungszeiten der Behörde, wo kann ich meine ausländischen Zeugnisse anerkennen lassen etc.) dann nicht mehr auf die Tätigkeit eines Dolmetschers angewiesen. Der GovBot würde die Sprache des Anwenders automatisch erkennen und in dieser mit ihm kommunizieren. Zum Erreichen der Ziele der Open.NRW-Strategie kann der GovBot demnach eine tatkräftige Unterstützung darstellen. Gleichzeitig profitieren wir von der gebündelten Bereitstellung offener Daten bei seiner Weiterentwicklung in hohem Maße.

Der Open.NRW-Kongress war für unsere zukünftige Arbeit von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass wir mit der Vielseitigkeit unseres Chatbots großes Interesse bei Städten und Kommunen wecken konnten und spannenden Input für weitere Anwendungsfälle des GovBot erhielten.